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 Historie
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Die Gaststätte “Thüringer Pforte“

liegt verkehrsgünstig an der Bundesstraße 87. Keine zehn Minuten Fußweg sind es bis zum weltberühmten Naumburger Dom mit seinen bekanntesten Stifterfiguren Ekkehard und Uta.
Lohnende Ausflugsziele im Saale-Unstruttal sind die Neuenburg in der Jahnstadt Freyburg oder die Burgruinen in Bad Köen und Schönburg. Doch zurück zur “Thüringer Pforte“.

Das Haus ist schon seit über 100 Jahren als Stätte gemütlicher Gastlichkeit bekannt und steht gewissermaßen auf historischem Boden. Hier am Ende der Michaelisstraße befand sich früher das Michaelistor. Es war kein Wehrtor, wie etwa das jüngst restaurierte Marientor, sondern bestenfalls ein Gatter, das den Weg absperrte, um Akzise von denen zu erheben, die in die Stadt hinein und heraus wollten. Die Michaelisstraße hat ihren Namen übrigens von einer Kapelle gleichen Namens, die hier gestanden hat. Hier gab es auch eine Reihe von Häusern, die nicht unter städtischer Verwaltung standen. Das waren die sogenannten “Pfortenhöfe“, die Eigentum des Klosters Pforta waren und bis in das 19. Jahrhundert auch von Pforta verwaltet wurden. Der genaue Zeitpunkt, wann das Tor abgebrochen wurde, ist nicht bekannt. 1873 soll es noch vorhanden gewesen sein. Nachdem die Akzisesteuer nicht mehr erhoben wurde und das Häuschen seinen eigentlichen Zweck verloren hatte, wurde es zu einem Wohnhaus umgebaut.

Damit beginnt auch die erste Eintragung in die Hausakte, und wir erfahren auch, daß 1879 der Maurermeister Crato mit dem Einbau einer Esse beauftragt wurde. Der älteste noch bekannte Wirt des Nachbargrundstückes Hermann Rauß kaufte am 24. Januar 1900 das Häuschen, das heute den hinteren Gastraum beherbergt. Bis zum Ende des 2. Weltkrieges war die Familie Rauß Betreiber der Wirtschaft. Nach dem Krieg verwaiste die gastliche Stätte und wurde zwischenzeitlich als Gemüselager genutzt. Anfang der 50er Jahre trat die HO auf den Plan und betrieb das Haus unter verschiedenen Wirten bis 1965. Schließlich kaufte Horst Handschur das Grundstück und öffnete am 10. Mai 1967 nach umfangreichen Rekonstruktions- und Umbauarbeiten die Gaststätte unter privater Regie. 1991 hat seine Tochter Sigrid Schaller das Haus übernommen. Ihr zur Seite – nun schon in vierter Generation – Sohn Danny Schaller.

In den über 40 Jahren des Bestehens der “Thüringer Pforte“ haben wir unzählige zufriedene Gäste bewirten dürfen, und wir hoffen, auch Sie recht bald bei uns begrüßen zu dürfen